Freitag, 17. März 2023

Den entscheidenden Wimpernschlag voraus

Automatische Notbremssysteme im Auto reagieren schneller als der Mensch

Schon ein schneller Blick aufs Smartphone bedeutet
einen Blindflug von vielen Metern - im Stadtverkehr
buchstäblich lebensgefährlich.
Foto: djd/Bosch/Depositphotos
(djd). Mal eben den Radiosender wechseln oder kurz aufs Smartphone schauen - derartige Ablenkungen können am Steuer buchstäblich lebensgefährlich enden. Während eines nur zweisekündigen Blindflugs legt ein Auto bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gut 30 Meter zurück, bei der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn sind es sogar 70 Meter. Das kann entschieden zu viel sein, wenn urplötzlich in der Stadt ein Radfahrer die Fahrbahn kreuzt oder auf der Autobahn ein vorausfahrendes Fahrzeug plötzlich abbremst.

EU will Notbremssysteme zur Pflichtausstattung machen

Ablenkung im Straßenverkehr hat laut einer Studie der Allianz den Alkohol als Todesursache Nummer eins im Straßenverkehr abgelöst. Im Jahr 2017 ging zwar die Zahl der Verkehrstoten in Europa um zwei Prozent auf 25.300 zurück - das entspricht 49 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. "Das Ziel der EU, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren, kann aber wohl nicht erreicht werden", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Er würde sich für ein Plus an Sicherheit eine zunehmende Verbreitung von automatischen Notbremssystemen wünschen. Die elektronischen Helfer reagieren im Fall der Fälle schneller als der Mensch und können somit helfen, Kollisionen zu verhindern. Nach Auswertungen des Unternehmens hatte 2016 schon mehr als jeder dritte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein Notbremssystem an Bord. Der Bestand an Altfahrzeugen ohne dieses Sicherheitsextra ist allerdings noch hoch. "Bei einer rascheren Verbreitung könnten auch mehr Unfälle verhindert werden", so Steiger weiter. Aus diesem Grund schlägt nun die Europäische Kommission vor, automatische Notbremssysteme als Serienausstattung neu zugelassener Pkws in der EU gesetzlich vorzuschreiben.

Bremsreaktion im Millisekundenbereich

Sobald der Sensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkannt hat, dauert es beispielsweise mit dem elektromechanischen Bremskraftverstärker "iBooster" von Bosch nur 190 Millisekunden - weniger als zwei Wimpernschläge - bis die volle Bremsleistung aktiviert ist. Auf diese Weise lassen sich Auffahrunfälle häufig vermeiden oder zumindest die Unfallfolgen erheblich reduzieren. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer, mit mehr Sicherheit und Komfort für den Autofahrer und erhöhtem Schutz für Radfahrer und Fußgänger. Die Bedeutung von Notbremssystemen für die Verkehrssicherheit hat auch EuroNCAP erkannt. Seit 2018 hat die Verbraucherschutzorganisation in ihre Bewertungskriterien für die Sternevergabe die Notbremsung auf Fahrradfahrer aufgenommen. Fußgänger-Notbremssysteme gehören schon seit 2016 dazu.

Donnerstag, 2. Februar 2023

E-Mobilität für den Alltag

Rein elektrisch angetriebene Leichtmobile verbinden Ökologie mit hohem Nutzwert

Leichtmobile verbinden moderne Technik und hohen
Nutzwert mit geringen Kosten. Bei einem elektrischen
Antrieb ist die individuelle Mobilität zudem emissionsfrei
und umweltfreundlich.
Foto: djd/Leichtmobile
(djd). Wird das nächste Auto noch einen konventionellen Verbrennungsmotor haben - oder schon rein elektrisch angetrieben sein? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucher angesichts der Diskussionen um Feinstaub, Emissionen und Co. Hinzu kommt das stetig steigende Angebot an "Stromern" und das auch bei den beliebten und bezahlbaren Leichtkraftfahrzeugen. Gerade wer hauptsächlich kurze Strecken zurücklegt, viel in Innenstädten unterwegs ist oder nur 20, 30 Kilometer mit dem Auto zum Büro fährt, findet mit Elektroautos eine umweltfreundliche und zukunftssichere Alternative.

Abgasfrei ab dem ersten Kilometer

Mal eben ein paar Einkäufe erledigen, die Kinder zur Schule bringen oder die paar Kilometer zur Arbeitsstelle zurücklegen: Hier sind die Elektroautos klar im Vorteil. Denn bei jedem Kaltstart und auf kurzen Strecken sind die Emissionen von Verbrennungsmotoren besonders hoch, während ein reines Elektroauto schon ab dem ersten Kilometer ganz ohne Abgase unterwegs ist. Für die alltägliche Nutzung auf kurzen und mittleren Distanzen sind etwa die "eCity"-Modelle des französischen Leichtauto-Spezialisten Aixam ausgelegt. Auf unter drei Metern Länge bieten sie jede Menge Platz für zwei Personen und beispielsweise den Wocheneinkauf. Der Elektromotor mit einer stufenlosen Automatik ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern - mehr als genug für den Stadtverkehr. Mögliche Fahrverbote in Innenstädten und ähnliche Zukunftsszenarien brauchen den Besitzer eines Elektroautos dabei nicht zu schrecken. Unter www.aixam.de gibt es mehr Informationen und Händleradressen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Aufladen an der Haushaltssteckdose

Auch der Besuch an der Tankstelle gehört der Vergangenheit an. Aufgeladen wird der kompakter Elektroflitzer mit europäischer Technik an jeder normalen 220-Volt-Haushaltssteckdose zum Beispiel in der Garage - ohne dass man in spezielle Elektroinstallationen investieren müsste. Eine Komplettladung ist schon in dreieinhalb Stunden erledigt, eine volle Batterie reicht durchschnittlich für eine Distanz von 80 Kilometern. Mit einem Energiebedarf von nicht mehr als 10 Kilowatt auf 100 Kilometer - das entspricht etwa drei Euro - ist die Mobilität zudem preisgünstig. Auf den Akku des elektrischen Leichtautos gibt es eine fünfjährige Hersteller-Garantie.

Samstag, 21. Januar 2023

Elektronische Parkhelfer stark gefragt

Fahrerassistenzsysteme für das Auto befinden sich weiter auf dem Vormarsch 
 

Fahrerassistenzsysteme für das Einparken
sind besonders stark gefragt.
Foto: djd/Bosch
(djd). Wer heutzutage in Deutschland oder Europa einen Neuwagen kauft, legt großen Wert auf elektronische Helfer. Vor allem Park- und Spurassistenzsysteme sowie Notbremssysteme werden immer beliebter. Zwei von drei der 2016 in Deutschland neu zugelassenen Pkw (62 Prozent) verfügen bereits über einen Parkassistenten - angefangen bei Parkpiepsern bis hin zu automatischen Parkassistenten, die das Rangieren komplett übernehmen. Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala liegen automatische Notbremssysteme, die den Fahrer warnen oder ein Auto zur Not bis zum Stillstand abbremsen. Mehr als jeder dritte Neuwagen (38 Prozent) kann auf diese Weise dem Fahrer helfen, Unfälle zu vermeiden. Bei über einem Viertel dieser Fahrzeuge ist das Notbremssystem sogar serienmäßig an Bord. Auf Platz drei rangiert die Fahrermüdigkeitserkennung - sie ist in 37 Prozent aller Neu-Pkw 2016 vorhanden. Zu diesen Resultaten kommt eine Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik von 2016 und IHS Markit-Daten.

Spurassistenz mit größtem Wachstum

Die elektronischen Helfer, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen, sind damit in wenigen Jahren schon fast zum Standard in Neuwagen geworden. "Fahrerassistenzsysteme werden bald so selbstverständlich zur Ausstattung von Autos gehören wie Radio und ESP", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Interessant dabei: Den größten Zuwachs verzeichnen aktuell Spurassistenzsysteme. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2016 in doppelt so vielen Neuwagen an Bord. Interessant auch die Entwicklung des Abstandstempomaten ACC: 2013 gerade in vier Prozent der neuzugelassenen Autos in Deutschland enthalten, steckt die Funktion 2016 bereits in fast jedem fünften Neuwagen (19 Prozent).

Das Autofahren sicherer machen

Fahrerassistenzsysteme unterstützen Autofahrer in unübersichtlichen oder kritischen Verkehrssituationen - ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit auf der Straße. So könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden allein in Deutschland vermieden werden, wenn alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord hätten. Die technische Entwicklung geht derweil immer weiter in Richtung des automatisierten Fahrens. Die Auswertung zeigt, dass mit dem Stauassistenten inzwischen auch die erste teilautomatisierte Funktion am Markt angekommen ist. Im Stau folgt das Auto damit automatisch dem Vordermann, übernimmt das Anfahren und Beschleunigen ebenso wie das Bremsen und Lenken innerhalb der eigenen Fahrspur. Von den in Deutschland mit ACC ausgestatteten Neuwagen hat fast die Hälfte auch die Funktion des Stauassistenten an Bord. Das sind neun Prozent aller neu zugelassenen Pkw.

Dienstag, 20. Dezember 2022

Auf Herz und Nieren überprüfen

Urlaubs-Check fürs Auto - Reparaturkostenversicherung kann sinnvoll sein


Vor der großen Fahrt in den Urlaub sollte
man das Auto gründlich durchchecken lassen -
dann steht dem Ferienglück nichts mehr im Weg.
Foto: djd/GAV AG/estradaanton - stock.adobe.com
(djd). Sommerzeit ist Reisezeit - und die meisten deutschen Familien machen sich nach wie vor mit dem eigenen Pkw auf den Weg in den Urlaub. Vor der großen Fahrt sollte man den motorisierten Urlaubsbegleiter allerdings noch einmal auf Herz und Nieren prüfen lassen. Ansonsten kann es sein, dass aufgrund von Mängeln die Reise in die Ferien ungeplant unterbrochen werden muss. Checks vor dem Urlaub werden von den meisten Werkstätten in Deutschland angeboten. Dabei überprüfen die Fachleute wichtige Fahrzeugkomponenten, Flüssigkeitsstände oder mögliche Leckagen optisch.

Reparaturkostenversicherung kann nützlich sein

Wird in der Werkstatt ein Schaden festgestellt, sind Sachmängelhaftung oder Garantie in der Regel Fehlanzeige, wenn die Fahrzeuge schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben oder falls sie von Privat gekauft wurden. Eine Reparaturkostenversicherung wie die von der German Assistance kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu Haftpflicht und Kasko sein - und das Beste ist, sie kann jederzeit abgeschlossen werden. Sie übernimmt je nach Tarif einen Großteil der anfallenden Kosten für die Reparatur des Autos nach einem technischen Defekt. Mehr Informationen gibt es unter www.repair-relax.de. Vor allem aber überprüfen die Kfz-Experten des Versicherers den Kostenvoranschlag der Werkstatt auf Herz und Nieren - es wird penibel gecheckt, ob etwa die entsprechenden Arbeitswerte auch wirklich eingehalten wurden. Oftmals muss die Rechnung revidiert werden - auch zum Nutzen des Halters, dessen Selbstbeteiligung unter Umständen erheblich sinken kann.

Das kann zu Reparaturen führen

Diese Autoteile beispielsweise können unter Umständen mangelhaft sein und Reparaturen verursachen (Auswahl):

- Ein defekter Kältemittelkompressor kann eine Klimaanlage an heißen Tagen funktionsuntüchtig machen.

- Eine volle Kühlleistung kann nur mit einer korrekt befüllten Klimaanlage erreicht werden - diese verliert aber jährlich bis zu zehn Prozent an Kältemittel und Ölen.

- Eine schwitzende Zylinderkopfdichtung kann bei einem voll beladenen Auto zu einer Überhitzung des Kühlsystems führen.

- Eine mangelhafte Bremsflüssigkeit kann bei hoher Beanspruchung nicht nur zu einem Komplettausfall führen, sondern aufgrund erhöhter Wasseranteile kostspielige Bremskomponenten wie die ABS-Hydraulikeinheit zerstören.

- Verstopfte Kühlerwaben, undichte Wasserpumpen oder auch fehlerhafte Kühlmittelthermostate sind immer wieder Verursacher für Temperaturanstiege im Kühlsystem.

- Bei einem erhöhten Radlagerspiel oder einer defekten Achsmanschette kommt es meist zu teuren Reparaturen.

- Der Zahnriemen ist vermutlich defekt, wenn eine Spann- oder Umlenkrolle bereits leichte Laufgeräusche macht.

Freitag, 11. November 2022

Elektronische Parkhelfer stark gefragt

Fahrerassistenzsysteme für das Auto befinden sich weiter auf dem Vormarsch

Fahrerassistenzsysteme für das Einparken
sind besonders stark gefragt.
Foto: djd/Bosch
(djd). Wer heutzutage in Deutschland oder Europa einen Neuwagen kauft, legt großen Wert auf elektronische Helfer. Vor allem Park- und Spurassistenzsysteme sowie Notbremssysteme werden immer beliebter. Zwei von drei der 2016 in Deutschland neu zugelassenen Pkw (62 Prozent) verfügen bereits über einen Parkassistenten - angefangen bei Parkpiepsern bis hin zu automatischen Parkassistenten, die das Rangieren komplett übernehmen. Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala liegen automatische Notbremssysteme, die den Fahrer warnen oder ein Auto zur Not bis zum Stillstand abbremsen. Mehr als jeder dritte Neuwagen (38 Prozent) kann auf diese Weise dem Fahrer helfen, Unfälle zu vermeiden. Bei über einem Viertel dieser Fahrzeuge ist das Notbremssystem sogar serienmäßig an Bord. Auf Platz drei rangiert die Fahrermüdigkeitserkennung - sie ist in 37 Prozent aller Neu-Pkw 2016 vorhanden. Zu diesen Resultaten kommt eine Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik von 2016 und IHS Markit-Daten.

Spurassistenz mit größtem Wachstum

Die elektronischen Helfer, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen, sind damit in wenigen Jahren schon fast zum Standard in Neuwagen geworden. "Fahrerassistenzsysteme werden bald so selbstverständlich zur Ausstattung von Autos gehören wie Radio und ESP", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Interessant dabei: Den größten Zuwachs verzeichnen aktuell Spurassistenzsysteme. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2016 in doppelt so vielen Neuwagen an Bord. Interessant auch die Entwicklung des Abstandstempomaten ACC: 2013 gerade in vier Prozent der neuzugelassenen Autos in Deutschland enthalten, steckt die Funktion 2016 bereits in fast jedem fünften Neuwagen (19 Prozent).

Das Autofahren sicherer machen

Fahrerassistenzsysteme unterstützen Autofahrer in unübersichtlichen oder kritischen Verkehrssituationen - ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit auf der Straße. So könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden allein in Deutschland vermieden werden, wenn alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord hätten. Die technische Entwicklung geht derweil immer weiter in Richtung des automatisierten Fahrens. Die Auswertung zeigt, dass mit dem Stauassistenten inzwischen auch die erste teilautomatisierte Funktion am Markt angekommen ist. Im Stau folgt das Auto damit automatisch dem Vordermann, übernimmt das Anfahren und Beschleunigen ebenso wie das Bremsen und Lenken innerhalb der eigenen Fahrspur. Von den in Deutschland mit ACC ausgestatteten Neuwagen hat fast die Hälfte auch die Funktion des Stauassistenten an Bord. Das sind neun Prozent aller neu zugelassenen Pkw.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Nicht jede Reparaturmethode ist erlaubt

Ratgeber zum Thema Alufelgen-Aufbereitung


Bei der Werkstattwahl sollte man vorsichtig sein -
es gibt klare Vorgaben, wann und wie Alufelgen
aufbereitet werden dürfen.
Foto: djd/Cartec
(djd). Der Markt mit Leichtmetallrädern boomt - inzwischen hat fast jedes neu zugelassene Auto Alufelgen drauf. Diese gibt es in vielen ausgefallenen Designs, vor allem die glanzgedrehten Modelle sind beliebt. Ärgerlich wird es allerdings, wenn die schicken Räder durch Bordsteinrempler oder Korrosion beschädigt sind. Bei Leasingfahrzeugen etwa wird die beschädigte Alufelge durch ein Neuteil ersetzt - und das kostet richtig Geld. Außerdem steht die HU-Plakette auf dem Spiel, da aus oberflächlich harmlos aussehenden Kerben Risse mit fatalen Folgen für die Fahrsicherheit entstehen können. So groß wie der Alufelgen-Markt ist daher auch das Reparaturangebot.

Vorsicht bei der Werkstattwahl

Allerdings sollte man bei der Werkstattwahl und Aufbereitungsvariante vorsichtig sein. Denn es gibt klare Vorgaben, wann und wie Alufelgen repariert werden dürfen und wann nicht. So sind beispielsweise Wärmeeinbringung und Auftragsschweißvorgänge jeder Art sowie Materialrückverformungen unzulässig. Des Weiteren dürfen Felgen mit Rissbildung sowie mit Kratzer oder Kerben mit mehr als einem Millimeter Tiefe im Grundmetall nicht aufbereitet werden. Die sogenannten spanabhebenden Verfahren durch CNC-Maschinen stellen bei der Aufbereitung von glanzgedrehten Alufelgen ebenfalls ein immenses Risiko dar. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass Felgen nach so einer "Behandlung" zwar vorübergehend gefahren werden können und auch optisch neuwertig aussehen. Allerdings können beim Fahrbetrieb so hohe Spannungen auftreten, dass die Felgen nach der Hälfte der Lebensdauer zerbrechen können. Deshalb haben namhafte Autohersteller nach Informationen des Smart-Repair-Spezialisten Cartec dieses Verfahren in internen Papieren aus Sicherheitsgründen für unzulässig erklärt.

Auf der sicheren Seite

Da Felgen absolute Sicherheitsbauteile sind, müssen bei der Aufbereitung bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Eine sichere sowie professionelle Felgenaufbereitung gewährleisten beispielsweise Fachbetriebe, die mit dem TÜV-zertifizierten "WheelDoctor" von Cartec arbeiten. Mit der Spezialmaschine werden die Beschädigungen im zulässigen Rahmen mittels Rotationsschleifverfahren beseitigt. Glanzgedrehte Alufelgen erhalten durch die spezielle Strukturpad-Technik, die kein spanabhebendes Verfahren darstellt, wieder ihre edle Drehriefenstruktur. Nach der fachgerechten Aufbereitung im Fachbetrieb sieht die Felge wie neu aus - und die Fahrsicherheit ist durch die Beseitigung der Kerbwirkung auch wieder hergestellt. Mehr Informationen zum Verfahren gibt es unter www.clever-reparieren.de, Adressen der rund 600 zertifizierten Partner-Werkstätten unter www.smartrepair-verzeichnis.de.

Samstag, 24. September 2022

Blitzeis: Tödliche Gefahr aus dem Nichts

Was Autofahrer über das riskante Phänomen wissen sollten
Waldstrecken und Brücken zählen zu
den gefährlichsten Stellen für Blitzeis.
Foto: dtd/thx
(dtd). Es kommt aus dem Nichts - und kann lebensgefährlich sein: Blitzeis auf der Straße lässt Autofahrer bisweilen fast keine Chance mehr, einen Unfall zu vermeiden. Also sollte man sich wappnen. Wer weiß, wie und wo das gefährliche Phänomen auftauchen kann und wie man richtig damit umgeht, kann im Extremfall besser vorbereitet reagieren. Die wichtigsten Fakten zum Thema Blitzeis.

Es wird spiegelglatt - und zwar innerhalb von Sekunden und an Stellen, an denen es überhaupt nicht erwartet wird. Wenn Blitzeis zuschlägt, kommt der gefährliche Moment wie aus dem Nichts. Plötzlich und unberechenbar und selbst bei Temperaturen über null Grad. War es zuvor über längere Zeit kalt, befindet sich die Bodentemperatur in solchen Fällen trotz wärmerer Umgebung unter oder um den Nullpunkt. Trifft Regen auf die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalte Unterfläche, gefriert er sofort. Zudem kann Blitzeis auch durch überfrierenden Nebel gebildet werden.

Wer sich dessen bewusst ist, nimmt in den entsprechenden Situationen schon vorsorglich den Fuß vom Gas - eine gute Maßnahme. Auch beim Durchqueren von Waldstücken besteht diese Gefahr. Oder beim Überqueren von Brücken, da diese oft höher liegen und dadurch mehr Wind ausgesetzt sind. Ebenfalls eine wichtige Hilfe: Immer den Verkehrsfunk anstellen. Eventuell wird dort vor dem Auftreten von Blitzeis in bestimmten Regionen vorgewarnt.

Kommt es dennoch zu Blitzeis-Kontakt, helfen die klassischen Hilfsmittel wie ABS oder ESP nicht mehr viel und kommen an ihre Grenzen. Das Wichtigste, was man tun sollte, ist: Ruhe zu bewahren. Kommt man selbst oder der Vordermann ins Schlingern, sofort den Fuß vom Gas nehmen und Lenkbewegungen vermeiden. Am allersichersten ist es jedoch, das Fahrzeug einfach zuhause stehen zu lassen oder auf einem Parkplatz zu warten, bis Räumdienste kommen, um mit Salz oder Kies die Situation zu entschärfen.