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Sonntag, 16. Februar 2025

Das Auto sieht mehr

Intelligente Sensortechnologien machen den Verkehr in der Stadt sicherer

Die neueste Generation von Sensoren macht es möglich,
präziser, schneller und robuster Personen und Objekte
zu erkennen, um dann rechtzeitig - wenn erforderlich -
zu bremsen und so einen Auffahrunfall zu verhindern.
Foto: djd/Bosch
(djd). Solange alleinfahrende Autos noch auf sich warten lassen, helfen Fahrerassistenzsysteme Autofahrern sicher und komfortabel, an ihr Ziel zu kommen. Vor allem in der Stadt müssen die elektronischen Helfer eine komplexe Aufgabe bewältigen. Ob Autos, Lastwagen, Motorradfahrer, Fußgänger, Radfahrer, E-Biker oder E-Scooter - sie alle tummeln sich im dichten und bisweilen chaotisch wirkenden Gewimmel.

Überblick behalten im Stadtgewimmel

So verschieden die Verkehrsteilnehmer im Stadtverkehr sind, so unterschiedlich schnell bewegen sie sich auch vorwärts. Hinzu kommt, dass die Verkehrsdichte laufend ansteigt, eine große Anzahl geparkter Autos an Straßenrändern die Sicht einschränkt sowie Spurmarkierungen beschädigt sind. Damit Fahrerassistenzsysteme bestmöglich unterstützen und automatisierte Autos hier in Zukunft einmal sicher unterwegs sein können, muss das Auto zu jeder Zeit exakt wissen und verstehen, was im Umfeld passiert. Automobilzulieferer wie Bosch setzen für diese sogenannte Umfelderfassung auf eine Kombination verschiedener Sensortechniken wie Radar- und Videotechnik und statten sie mit künstlicher Intelligenz aus. So kann das automatisierte Auto auch in komplexen Situationen das Umfeld erfassen, präzise und schnell Personen und Objekte erkennen und notfalls automatisch bremsen.

Neue Sensoren für mehr Sicherheit

Eine neue Generation von Radarsensoren kann das Fahrzeugumfeld noch besser erfassen, selbst bei schlechten Wetter- oder Lichtverhältnissen. So ist das Verfolgen mehrerer Objekte gleichzeitig eine besondere Stärke des Radars - wichtig im quirligen Stadtverkehr. Der Radar erkennt im unübersichtlichen Verkehrsgeschehen relevante Objekte und kann sie voneinander unterscheiden - beispielsweise im Fall eines plötzlich querenden Fahrradfahrers. Dies ermöglicht automatischen Notbremssystemen noch zuverlässiger, auf besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer zu reagieren. Als künstliches Auge des Fahrzeugs dient wiederum die Frontkamera. Neben einem breiten Öffnungswinkel und klassischen Algorithmen zur Bildverarbeitung kommt dabei auch künstliche Intelligenz bei der neuen Bosch-Kamera zum Einsatz. Auf diese Weise lassen sich auch teilweise verdeckte Fußgänger und Radfahrer schneller und zuverlässiger erkennen, um noch schneller eine Warnung oder Notbremsung auszulösen. Die Kamera erkennt auch bei fehlenden Fahrbahnmarkierungen, ob ein Fahrbahnrand befahrbar ist oder nicht. Der Autofahrer erhält dadurch noch mehr Unterstützung beim Spur halten. Die Daten der neuen Sensoren fließen auch in die hochauflösenden Karten für das automatisierte Fahren ein. Damit weiß das automatisierte Auto dezimetergenau, wo es sich gerade auf der Straße befindet.

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Beim Scheibentausch auf Experten vertrauen

Die Frontkamera muss nach einem Tausch neu kalibriert werden

Damit die Kamera in der Frontscheibe korrekte
Informationen liefert, muss sie exakt eingestellt sein -
wichtig ist dies etwa nach einem Scheibentausch.
Foto: djd/www.carglass.de/Timo Roth
(djd). Fahrerassistenzsysteme sind in modernen Autos schon fast zum Standard geworden. Sie helfen uns dabei, jederzeit in der Fahrspur zu bleiben, den Abstand zum Vordermann zu halten oder in kritischen Situationen so schnell wie möglich zu reagieren. Auch die automatische Erkennung von Verkehrsschildern ist bereits weit verbreitet. Sicherheit fährt schließlich vor - und stellt für drei von vier deutschen Autofahrern das wichtigste Kriterium rund um den fahrbaren Untersatz dar. Allerdings weiß nur etwa jeder Zweite, dass mehrere Fahrerassistenzsysteme über eine Kamera funktionieren, die an der Windschutzscheibe montiert ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts respondi im Auftrag von Carglass. Das Unwissen kann riskante Folgen haben. Wenn ein Austausch der Frontscheibe erfolgt, muss zwingend auch die Kamera neu kalibriert werden - andernfalls liefert sie womöglich falsche Informationen.

Notwendigkeit der Kalibrierung ist vielen unklar

Das Auge des Autos in Form einer Kamera erfasst laufend Informationen, die dann von den Fahrerassistenzsystemen verarbeitet werden können. Viele Neuwagen verfügen bereits über diese Ausstattung - abhängig vom jeweiligen Fahrzeugsegment. Während unter Fahrern der Kompaktklasse nur jeder Zehnte angibt, eine Kamera zu besitzen, liegt die Quote laut Umfrage in der Mittelklasse bei etwa einem Fünftel (20,3 Prozent). Bei SUVs sind es sogar fast ein Drittel (29 Prozent). Unabhängig davon, um welches ein Auto es sich handelt, haben alle eines gemeinsam: Ist eine Frontkamera an Bord, ist diese nach einem Scheibentausch zu kalibrieren. Immerhin mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller befragten Autofahrer können sich unter dem Begriff Kalibrierung etwas vorstellen. Aber 4,1 Prozent verbinden damit etwas anderes - und 40,9 Prozent haben keine Vorstellung, was damit gemeint ist.

Geringe Abweichung mit riskanten Folgen

Dabei ist die fachgerechte Kalibrierung nach einem Scheibentausch unerlässlich für die korrekte Funktionsweise der Fahrerassistenzsysteme. Kunden erhalten daher etwa bei Carglass schon jetzt bei jedem Scheibentausch einen schriftlichen Nachweis der erfolgreichen Kalibrierung. Er liefert im Falle eines Unfalls ein wertvolles Indiz, um falsch eingestellte Fahrerassistenzsysteme als Ursache auszuschließen.

Montag, 22. Januar 2024

Über die Alpen in den Frühling

Bei der Fahrt in den Süden können Winterreifen noch sehr nützlich sein

Wer sich auf den Weg gen Süden über die Alpen macht,
muss bis in den frühen Sommer hinein mit Schnee
auf Passstraßen rechnen und sollte entsprechende
Reifen auf seinem Fahrzeug haben.
Foto: djd/Continental Reifen/PantherMedia/Krasnevsky
(djd). Wenn die Sonne langsam wieder aus dem Winterschlaf erwacht, möchten viele Deutsche dem hierzulande dann noch häufig anzutreffenden Schmuddelwetter entfliehen. Südlich der Alpen beginnt das Frühjahr schon zeitiger, wärmere Temperaturen locken in mediterrane Gefilde. Bei der Planung einer Autoreise in die Länder jenseits der Alpen sollte man sich von aufkommenden Frühlingsgefühlen aber nicht dazu verleiten lassen, zu früh von Winter- auf Sommerreifen umzusteigen. Denn in höheren Gebirgslagen und auf den Pässen gen Süden muss bis in den Frühsommer hinein mit Schneefällen und Temperaturen unter null Grad gerechnet werden.

Passt das Restprofil noch für die Alpenüberquerung?

"An die Faustregel Oktober bis Ostern sollte man sich auch in diesem Jahr halten, obwohl der Feiertag dieses Jahr mit dem 21. April spät im Kalender steht", rät Klaus Engelhart, Pressesprecher bei Continental. In den Alpen kann es auch danach noch schneien - wer dann auf Sommerreifen unterwegs ist, geht ein Risiko ein. Hinzu kommt, dass in vielen Alpenländern saftige Bußgelder drohen, wenn man bei winterlichen Straßenverhältnissen mit der falschen Bereifung erwischt wird.
Engelhart zufolge spielen nicht nur die richtigen Reifen, sondern auch das Restprofil eine wichtige Rolle. Denn in Österreich beispielsweise muss es noch mindestens 4 Millimeter betragen, während sich der Gesetzgeber in Deutschland mit 1,6 Millimetern Restprofiltiefe zufrieden gibt. "Das ist eigentlich zu wenig", konstatiert der Reifenexperte. Denn unter 4 Millimetern ließen die Sicherheitseigenschaften auf winterlicher Fahrbahn bereits deutlich nach. Unter www.continental-reifen.de gibt es weitere Tipps und Informationen zum Thema Winterreifen.

Neuer Reifensatz kann sich noch lohnen

Es kann sich also lohnen, noch in der laufenden Wintersaison einen neuen Reifensatz zu kaufen, auch wenn er nur noch ein paar Wochen weiter auf dem Fahrzeug bleibt. "Das Geld ist ja nicht verschenkt", betont Klaus Engelhart. Wenn das Saisonende näher rückt, könne man manchmal auch Schnäppchen machen. "Und der nächste Winter kommt bestimmt", so Engelhart.

Freitag, 6. Oktober 2023

5 Tipps für einen pannenfreien Winter: Autobatterie, Ladegerät, Wintercheck und Co.



Auf eine streikende Batterie oder andere Autopannen im Winter
können die meisten wohl verzichten. Mit unseren Tipps kann man
Problemen mit der Technik vorbeugen.
Foto: djd/Robert Bosch GmbH/Getty
(djd). Winterzeit ist Pannenzeit. Frostige Temperaturen und Nässe stellen die Technik des Autos auf die Probe. Verantwortlich für ein streikendes Auto ist oft genug die Batterie. Wir geben Tipps, wie Sie Problemen mit der Autobatterie vorbeugen und was Sie bei einer Panne tun können.

1. Ladegerät für die Batterie gehört zur Winterausstattung dazu

Ein Ladegerät für die Autobatterie sollte am besten stets im Kofferraum griffbereit sein, gerade bei längeren Fahrten oder im Winterurlaub. Die Geräte sind heute so kompakt und leicht, dass sie im Gepäckfach nicht stören. Auch Warndreieck, Verbandskasten und Warnwesten sollten vorhanden und in gutem Zustand sein. Noch ein Tipp für lange Fahrten im Winter: Packen Sie stets eine warme Decke und heißen Tee ein - so sind Sie auf mögliche Zwangspausen durch einen Stau oder eine Autopanne vorbereitet.

2. Mit einem Wintercheck möglichen Pannen vorbeugen

Am besten, es kommt erst gar nicht zu einer Panne. Vorbeugung ist auch die halbe Miete - etwa mit einem Wintercheck, wie ihn viele Fachwerkstätten anbieten. Der Profi kann drohende Defekte an der Technik, zum Beispiel eine altersschwache Autobatterie, frühzeitig erkennen und für Abhilfe sorgen, bevor Sie unterwegs liegenbleiben. Zum Wintercheck sollte stets auch die Überprüfung der Reifen, Bremsen, der Beleuchtung und der Flüssigkeitsstände im Fahrzeug gehören.

3. Was tun, wenn die Autobatterie streikt?

Defekte Autobatterien sind gerade nach Frostnächten an der Tagesordnung. Laut der ADAC-Pannenstatistik handelt es sich bei jeder dritten Panne um eine defekte oder entladene Batterie. In diesem Fall gibt es drei Möglichkeiten:
- Wenn die Batterie nur entladen, aber noch benutzbar ist, können Sie den Energiespender mit einem mobilen Ladegerät wieder zum Leben erwecken.
- Eine Alternative ist das Überbrücken der Batterie mit einem zweiten Fahrzeug.
- Falls die Batterie bereits altersschwach ist oder nachhaltig Schaden genommen hat, etwa durch eine Tiefenentladung, hilft nur noch ein Austausch - entweder durch die mobilen Pannenhelfer oder in der nächsten Werkstatt.

4. Welches Ladegerät eignet sich für meine Autobatterie?

Das hängt naturgemäß davon ab, welcher Batterietyp in Ihrem Auto verbaut ist. Am häufigsten sind Bleiakkumulatoren, die auch als Blei-Säure-Akku bekannt sind. Eine Weiterentwicklung ist die sogenannte AGM-Batterie. Daneben, aber deutlich seltener, gibt es auch Gelbatterien, bei denen die Säure nicht flüssig, sondern in einem Gel gebunden ist. Kompakte Ladegeräte wie das Modell C3 von Bosch etwa sind für alle gängigen Batterien geeignet. Es lädt nicht nur Autobatterien, sondern zum Beispiel auch Motorräder, Caravan-Batterien und mehr. Mehr Tipps dazu gibt es auch bei einem Batterieservice in der Werkstatt oder gleich auf der Bosch Car Service-Webseite [https://www.boschcarservice.com/de/de/werkstattleistungen/elektronik_service/batterie_service/batterie-service]. Hier ist auch eine Online-Terminvereinbarung möglich.

5. Die richtige Fahrweise verlängert die Lebensdauer der Autobatterie

Mit diesen Tipps können Sie dafür sorgen, dass Ihre Autobatterie möglichst lange intakt bleibt:
- Tiefentladung, etwa durch eine eingeschaltete Fahrzeugbeleuchtung, vermeiden
- beim Starten immer die Kupplung durchdrücken
- Stromverbraucher wie Radio, Klimaanlage und Heizung vor dem Starten ausschalten
- nach längerem Stillstand die Batterie ausbauen und ans Ladegerät anschließen

Sonntag, 10. September 2023

Alles eine Frage des Profils

Das sollten Autofahrer bei der Wahl der passenden Reifen beachten
Reicht die Profiltiefe der Reifen noch aus? Das sollten
Autofahrer regelmäßig kontrollieren, ebenso wie den Fülldruck.
Wenn neue Reifen fällig werden, helfen Onlinetools bei der Suche.
Foto: djd/Delticom/Holger Jacoby
(djd). Mit steigenden Temperaturen beginnt wieder die Wechselsaison: Spätestens wenn der Nachtfrost endgültig verschwunden ist und das Thermometer dauerhaft mehr als sieben Grad Celsius anzeigt, wird es höchste Zeit, das Auto auf Sommerreifen umzurüsten. Falls sich der bisherige Reifensatz bereits der Verschleißgrenze nähert, ist dies gleichzeitig die beste Gelegenheit, für sicheren Ersatz zu sorgen. Denn ab einem Restprofil von drei Millimetern empfehlen Reifenhersteller und Automobilclubs einen Austausch - schon allein aus Gründen der Sicherheit. Nur welches Modell passt aufs eigene Auto, welche Reifen sind zugelassen, wie findet man passende Modelle? Verbraucher, die sich bei diesen Fragen unsicher sind, erhalten online schnell und einfach Antworten.

Durchblick im Zahlendschungel der Autoreifen

Viele Angaben braucht es im Grunde nicht, um eine Reifenvorauswahl zu treffen. "Entweder orientieren sich die Reifenbesitzer einfach an den Angaben auf den Seitenwänden der alten Reifen oder - das ist die sichere Methode - sie schauen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 nach", erklärt Steffie Bastiaanse von ReifenDirekt.de. Das Papier, umgangssprachlich noch als Kfz-Schein bekannt, enthält Angaben unter anderem zur Herstellernummer und dem Typschlüssel, zu finden unter Position 2.1 sowie unter Position 2.2 in der Zeile B. Wichtig ist auch Punkt 15: Hier ist nachzulesen, welche Reifendimensionen für das jeweilige Auto zugelassen sind. Unter Punkt 22 können sich außerdem Bemerkungen und Ausnahmen befinden, bis hin zu erlaubten Breitreifendimensionen oder auch Einschränkungen bei der Reifengröße.

Reifenwechsel vom Sofa aus

Mit diesen Angaben gut vorbereitet, können Autofahrer den Reifenwechsel etwa unter www.reifendirekt.de bequem vom heimischen Sofa aus vorbereiten. Dazu lässt sich einfach mit den Angaben zur Reifengröße in wenigen Sekunden eine Suche starten. Alternativ bietet der Shop auch die Möglichkeit, direkt über das eigene Fahrzeugmodell eine Vorauswahl zu treffen. Dazu wird der Autofahrer intuitiv mit einzelnen Fragen durch die Reifenselektion geführt. In beiden Fällen erhält er eine Ergebnisliste, kann Modelle von verschiedenen Reifenherstellern vergleichen und direkt bestellen. Wer sich dabei die Mühe des Reifenwechsels per Hand ersparen möchte, kann die Montage direkt bei über 9.000 Servicepartner im gesamten Bundesgebiet auswählen. Umso sicherer ist man dann im Frühjahr und Sommer unterwegs.

Sonntag, 27. August 2023

5 häufige Fragen zum Autoreifenkauf












Das Aufziehen neuer Reifen gehört in Profihände.
Beim Onlinekauf von Autoreifen etwa können Sie
bereits einen passenden Servicepartner vor Ort auswählen.
Foto: djd/ReifenDirekt.de/Holger Jacoby
(rgz). Sie stellen die einzige Verbindung zwischen Auto und Fahrbahn her und sollten sich daher stets in einem guten Zustand befinden: Autoreifen sind entscheidend für die Fahrsicherheit. Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um den Kauf von Autoreifen.

1. Wann muss ich neue Autoreifen kaufen?

Eine generelle Antwort darauf gibt es nicht. Wie schnell Autoreifen verschleißen, hängt von der jährlichen Laufleistung, der Pflege und unter Umständen auch von der eigenen Fahrweise ab. Entscheidend ist dabei die Profiltiefe: Der Gesetzgeber schreibt einen Wechsel der Sommerreifen spätestens bei einem Wert von 1,6 Millimetern vor. Experten von Reifenherstellern und Automobilclubs hingegen empfehlen einen Wechsel bereits deutlich früher, bei gut drei Millimetern. Je mehr Profil, umso besser auch der Grip und die Haftung auf der Fahrbahn.

2. Welche Reifengröße kann ich für mein Auto kaufen?

Natürlich passt nicht jeder Reifen auf jedes Auto - oder ist gar nicht für das jeweilige Fahrzeug zugelassen. Entscheidend sind die Reifendimensionen. Diese Angaben finden Sie entweder auf den Seitenwänden der alten Reifen oder in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, besser bekannt unter der früheren Bezeichnung Kfz-Schein. Hier finden Sie Angaben unter anderem zur Herstellernummer und zum Typschlüssel des Fahrzeugs, zu finden unter Position 2.1 sowie unter Position 2.2 in der Zeile B. Wichtig ist auch Punkt 15: Hier ist nachzulesen, welche Reifendimensionen zugelassen sind. Unter Punkt 22 können sich außerdem Bemerkungen und Ausnahmen befinden, bis hin zu erlaubten Breitreifendimensionen oder auch Einschränkungen bei der Reifengröße.

3. Wie finde ich passende Reifen für mein Auto?

Einen fälligen Reifenwechsel können Sie heute bequem vom Sofa aus vorbereiten. Onlineshops wie etwa ReifenDirekt.de bieten eine große Auswahl aller gängigen Reifenformate. Dabei haben Sie stets die Auswahl zwischen verschiedenen Herstellern und Preiskategorien, können Tests einsehen und sich umfassend informieren. Mit der Eingabe der benötigten Reifengröße oder noch einfacher der Auswahl Ihres Fahrzeugs können Sie eine Suche [https://www.reifendirekt.de/Advice/] starten. Die meisten Reifen sind direkt ab Lager verfügbar.

4. Die neuen Reifen selbst montieren oder montieren lassen?

Neue Reifen selbst aufzuziehen, bedeutet einen großen Kraftaufwand - und setzt vor allem auch Erfahrung und Know-how voraus. Deutlich bequemer ist es, die Reifen von einem Fachmann aufziehen zu lassen. Das spart Ihnen viel Zeit und gibt zugleich die Sicherheit, dass die neuen Reifen ab dem ersten Kilometer richtig montiert sind. Beim Onlinekauf können Sie diese Möglichkeit direkt mit auswählen, bei über 9.000 Servicepartnern im gesamten Bundesgebiet. Die Betriebe vor Ort können Sie auch zu weiteren Fragen beraten.

5. Was muss ich bei der Reifenpflege beachten?

Profiltiefe und Reifenfülldruck - diese beiden Werte sollten Sie regelmäßig, etwa bei einem Stopp an der Tankstelle, kontrollieren. So erkennen Sie frühzeitig, wenn das Profil nachlässt und ein Reifenersatz fällig wird. Zudem ist es empfehlenswert, von Zeit zu Zeit die Seitenwände der Reifen auf feine Risse oder mögliche Beschädigungen, zum Beispiel nach einem Bordsteinkuss, zu kontrollieren. Hat eventuell ein größerer Stein oder ein Nagel die Lauffläche beschädigt? Auch hier lohnt sich ein genauer Blick.

Mittwoch, 19. Juli 2023

Freie Sicht bei jedem Wetter

Autoentfeuchter schützen vor einem gefährlichen Blindflug auf der Straße

Die kalte Jahreszeit hält für Autofahrer so manche
lästige Pflicht parat. Das Eiskratzen gehört dazu.
Noch ärgerlicher ist es, wenn anschließend die Scheiben von
innen beschlagen.
Foto: djd/ThoMar/PantherMedia/Viktor Cap
(djd). Frosttage beginnen für viele Autofahrer mit lästigen Pflichten. Mühevoll wollen erst die Außenscheiben freigekratzt sowie von Eis und Schnee befreit werden. Natürlich passiert das immer dann, wenn man ohnehin schon spät dran ist. Jetzt schnell den Motor starten und losfahren - doch nach wenigen Metern schon sieht man von seiner Außenwelt gar nichts mehr. Schuld ist die hohe Luftfeuchtigkeit im Wagen, die sich an den kalten Scheiben von innen niederschlägt, sobald die Lüftung anspringt. Da ein "Blindflug" durch den Berufsverkehr sehr gefährlich für die Insassen des Autos wie auch für andere Verkehrsteilnehmer sein kann, sollten Autofahrer stets für freie Sicht bei Fahrtantritt sorgen.

Freie Sicht bedeutet Sicherheit

Laut Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrzeugführer dafür verantwortlich, dass seine Sicht nicht beeinträchtigt ist. Wer lediglich mit einem Guckloch in der Frontscheibe losfährt, riskiert nicht nur ein Bußgeld. Auch die Versicherung kann sich querstellen, wenn aufgrund mangelnder Sicht ein Unfall passiert. Freie Scheiben sollten daher bei jedem Wetter eine Selbstverständlichkeit sein. Das Trockenwischen der Scheiben per Hand sorgt oft dafür, dass Schlieren zurückbleiben, die in der Folge wiederum die Sicht beeinträchtigen. Hilfsmittel wie etwa das "airdry"-Auto-Entfeuchterkissen hingegen saugt die Feuchtigkeit aus der Luft auf und speichert sie in dem enthaltenen natürlichen Wirkgranulat. Durch die dadurch resultierende trockenere Luft kann das Risiko beschlagener Scheiben deutlich verringert werden. Weitere Informationen, auch zu den verschiedenen Kissenvarianten und zu den Bezugsquellen, gibt es unter www.autoentfeuchter.de.

Entfeuchterkissen zur mehrfachen Verwendung

Das Kissen verbleibt einfach im geparkten Fahrzeug, am besten auf dem Armaturenbrett. Damit es nicht ungewollt ins Rutschen gerät, sollte es während der Fahrt zum Beispiel im Fußraum des Beifahrers oder im Ablagefach der Tür gelagert werden. Das Kissen ist nicht nur praktisch, sondern auch unter Umweltaspekten zu empfehlen, denn es ist mehrfach wiederverwendbar. Bis zu 800 Milliliter Feuchtigkeit kann das Kissen aufnehmen. Wenn die entsprechende Sättigung erreicht ist, lässt es sich einfach auf der heimischen Heizung trocknen und kann danach direkt wieder zum Einsatz kommen.

Freitag, 17. März 2023

Den entscheidenden Wimpernschlag voraus

Automatische Notbremssysteme im Auto reagieren schneller als der Mensch

Schon ein schneller Blick aufs Smartphone bedeutet
einen Blindflug von vielen Metern - im Stadtverkehr
buchstäblich lebensgefährlich.
Foto: djd/Bosch/Depositphotos
(djd). Mal eben den Radiosender wechseln oder kurz aufs Smartphone schauen - derartige Ablenkungen können am Steuer buchstäblich lebensgefährlich enden. Während eines nur zweisekündigen Blindflugs legt ein Auto bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gut 30 Meter zurück, bei der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn sind es sogar 70 Meter. Das kann entschieden zu viel sein, wenn urplötzlich in der Stadt ein Radfahrer die Fahrbahn kreuzt oder auf der Autobahn ein vorausfahrendes Fahrzeug plötzlich abbremst.

EU will Notbremssysteme zur Pflichtausstattung machen

Ablenkung im Straßenverkehr hat laut einer Studie der Allianz den Alkohol als Todesursache Nummer eins im Straßenverkehr abgelöst. Im Jahr 2017 ging zwar die Zahl der Verkehrstoten in Europa um zwei Prozent auf 25.300 zurück - das entspricht 49 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. "Das Ziel der EU, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren, kann aber wohl nicht erreicht werden", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Er würde sich für ein Plus an Sicherheit eine zunehmende Verbreitung von automatischen Notbremssystemen wünschen. Die elektronischen Helfer reagieren im Fall der Fälle schneller als der Mensch und können somit helfen, Kollisionen zu verhindern. Nach Auswertungen des Unternehmens hatte 2016 schon mehr als jeder dritte neu zugelassene Pkw in Deutschland ein Notbremssystem an Bord. Der Bestand an Altfahrzeugen ohne dieses Sicherheitsextra ist allerdings noch hoch. "Bei einer rascheren Verbreitung könnten auch mehr Unfälle verhindert werden", so Steiger weiter. Aus diesem Grund schlägt nun die Europäische Kommission vor, automatische Notbremssysteme als Serienausstattung neu zugelassener Pkws in der EU gesetzlich vorzuschreiben.

Bremsreaktion im Millisekundenbereich

Sobald der Sensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkannt hat, dauert es beispielsweise mit dem elektromechanischen Bremskraftverstärker "iBooster" von Bosch nur 190 Millisekunden - weniger als zwei Wimpernschläge - bis die volle Bremsleistung aktiviert ist. Auf diese Weise lassen sich Auffahrunfälle häufig vermeiden oder zumindest die Unfallfolgen erheblich reduzieren. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer, mit mehr Sicherheit und Komfort für den Autofahrer und erhöhtem Schutz für Radfahrer und Fußgänger. Die Bedeutung von Notbremssystemen für die Verkehrssicherheit hat auch EuroNCAP erkannt. Seit 2018 hat die Verbraucherschutzorganisation in ihre Bewertungskriterien für die Sternevergabe die Notbremsung auf Fahrradfahrer aufgenommen. Fußgänger-Notbremssysteme gehören schon seit 2016 dazu.

Samstag, 21. Januar 2023

Elektronische Parkhelfer stark gefragt

Fahrerassistenzsysteme für das Auto befinden sich weiter auf dem Vormarsch 
 

Fahrerassistenzsysteme für das Einparken
sind besonders stark gefragt.
Foto: djd/Bosch
(djd). Wer heutzutage in Deutschland oder Europa einen Neuwagen kauft, legt großen Wert auf elektronische Helfer. Vor allem Park- und Spurassistenzsysteme sowie Notbremssysteme werden immer beliebter. Zwei von drei der 2016 in Deutschland neu zugelassenen Pkw (62 Prozent) verfügen bereits über einen Parkassistenten - angefangen bei Parkpiepsern bis hin zu automatischen Parkassistenten, die das Rangieren komplett übernehmen. Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala liegen automatische Notbremssysteme, die den Fahrer warnen oder ein Auto zur Not bis zum Stillstand abbremsen. Mehr als jeder dritte Neuwagen (38 Prozent) kann auf diese Weise dem Fahrer helfen, Unfälle zu vermeiden. Bei über einem Viertel dieser Fahrzeuge ist das Notbremssystem sogar serienmäßig an Bord. Auf Platz drei rangiert die Fahrermüdigkeitserkennung - sie ist in 37 Prozent aller Neu-Pkw 2016 vorhanden. Zu diesen Resultaten kommt eine Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik von 2016 und IHS Markit-Daten.

Spurassistenz mit größtem Wachstum

Die elektronischen Helfer, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen, sind damit in wenigen Jahren schon fast zum Standard in Neuwagen geworden. "Fahrerassistenzsysteme werden bald so selbstverständlich zur Ausstattung von Autos gehören wie Radio und ESP", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Interessant dabei: Den größten Zuwachs verzeichnen aktuell Spurassistenzsysteme. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2016 in doppelt so vielen Neuwagen an Bord. Interessant auch die Entwicklung des Abstandstempomaten ACC: 2013 gerade in vier Prozent der neuzugelassenen Autos in Deutschland enthalten, steckt die Funktion 2016 bereits in fast jedem fünften Neuwagen (19 Prozent).

Das Autofahren sicherer machen

Fahrerassistenzsysteme unterstützen Autofahrer in unübersichtlichen oder kritischen Verkehrssituationen - ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit auf der Straße. So könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden allein in Deutschland vermieden werden, wenn alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord hätten. Die technische Entwicklung geht derweil immer weiter in Richtung des automatisierten Fahrens. Die Auswertung zeigt, dass mit dem Stauassistenten inzwischen auch die erste teilautomatisierte Funktion am Markt angekommen ist. Im Stau folgt das Auto damit automatisch dem Vordermann, übernimmt das Anfahren und Beschleunigen ebenso wie das Bremsen und Lenken innerhalb der eigenen Fahrspur. Von den in Deutschland mit ACC ausgestatteten Neuwagen hat fast die Hälfte auch die Funktion des Stauassistenten an Bord. Das sind neun Prozent aller neu zugelassenen Pkw.

Dienstag, 20. Dezember 2022

Auf Herz und Nieren überprüfen

Urlaubs-Check fürs Auto - Reparaturkostenversicherung kann sinnvoll sein


Vor der großen Fahrt in den Urlaub sollte
man das Auto gründlich durchchecken lassen -
dann steht dem Ferienglück nichts mehr im Weg.
Foto: djd/GAV AG/estradaanton - stock.adobe.com
(djd). Sommerzeit ist Reisezeit - und die meisten deutschen Familien machen sich nach wie vor mit dem eigenen Pkw auf den Weg in den Urlaub. Vor der großen Fahrt sollte man den motorisierten Urlaubsbegleiter allerdings noch einmal auf Herz und Nieren prüfen lassen. Ansonsten kann es sein, dass aufgrund von Mängeln die Reise in die Ferien ungeplant unterbrochen werden muss. Checks vor dem Urlaub werden von den meisten Werkstätten in Deutschland angeboten. Dabei überprüfen die Fachleute wichtige Fahrzeugkomponenten, Flüssigkeitsstände oder mögliche Leckagen optisch.

Reparaturkostenversicherung kann nützlich sein

Wird in der Werkstatt ein Schaden festgestellt, sind Sachmängelhaftung oder Garantie in der Regel Fehlanzeige, wenn die Fahrzeuge schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben oder falls sie von Privat gekauft wurden. Eine Reparaturkostenversicherung wie die von der German Assistance kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu Haftpflicht und Kasko sein - und das Beste ist, sie kann jederzeit abgeschlossen werden. Sie übernimmt je nach Tarif einen Großteil der anfallenden Kosten für die Reparatur des Autos nach einem technischen Defekt. Mehr Informationen gibt es unter www.repair-relax.de. Vor allem aber überprüfen die Kfz-Experten des Versicherers den Kostenvoranschlag der Werkstatt auf Herz und Nieren - es wird penibel gecheckt, ob etwa die entsprechenden Arbeitswerte auch wirklich eingehalten wurden. Oftmals muss die Rechnung revidiert werden - auch zum Nutzen des Halters, dessen Selbstbeteiligung unter Umständen erheblich sinken kann.

Das kann zu Reparaturen führen

Diese Autoteile beispielsweise können unter Umständen mangelhaft sein und Reparaturen verursachen (Auswahl):

- Ein defekter Kältemittelkompressor kann eine Klimaanlage an heißen Tagen funktionsuntüchtig machen.

- Eine volle Kühlleistung kann nur mit einer korrekt befüllten Klimaanlage erreicht werden - diese verliert aber jährlich bis zu zehn Prozent an Kältemittel und Ölen.

- Eine schwitzende Zylinderkopfdichtung kann bei einem voll beladenen Auto zu einer Überhitzung des Kühlsystems führen.

- Eine mangelhafte Bremsflüssigkeit kann bei hoher Beanspruchung nicht nur zu einem Komplettausfall führen, sondern aufgrund erhöhter Wasseranteile kostspielige Bremskomponenten wie die ABS-Hydraulikeinheit zerstören.

- Verstopfte Kühlerwaben, undichte Wasserpumpen oder auch fehlerhafte Kühlmittelthermostate sind immer wieder Verursacher für Temperaturanstiege im Kühlsystem.

- Bei einem erhöhten Radlagerspiel oder einer defekten Achsmanschette kommt es meist zu teuren Reparaturen.

- Der Zahnriemen ist vermutlich defekt, wenn eine Spann- oder Umlenkrolle bereits leichte Laufgeräusche macht.

Freitag, 11. November 2022

Elektronische Parkhelfer stark gefragt

Fahrerassistenzsysteme für das Auto befinden sich weiter auf dem Vormarsch

Fahrerassistenzsysteme für das Einparken
sind besonders stark gefragt.
Foto: djd/Bosch
(djd). Wer heutzutage in Deutschland oder Europa einen Neuwagen kauft, legt großen Wert auf elektronische Helfer. Vor allem Park- und Spurassistenzsysteme sowie Notbremssysteme werden immer beliebter. Zwei von drei der 2016 in Deutschland neu zugelassenen Pkw (62 Prozent) verfügen bereits über einen Parkassistenten - angefangen bei Parkpiepsern bis hin zu automatischen Parkassistenten, die das Rangieren komplett übernehmen. Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala liegen automatische Notbremssysteme, die den Fahrer warnen oder ein Auto zur Not bis zum Stillstand abbremsen. Mehr als jeder dritte Neuwagen (38 Prozent) kann auf diese Weise dem Fahrer helfen, Unfälle zu vermeiden. Bei über einem Viertel dieser Fahrzeuge ist das Notbremssystem sogar serienmäßig an Bord. Auf Platz drei rangiert die Fahrermüdigkeitserkennung - sie ist in 37 Prozent aller Neu-Pkw 2016 vorhanden. Zu diesen Resultaten kommt eine Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik von 2016 und IHS Markit-Daten.

Spurassistenz mit größtem Wachstum

Die elektronischen Helfer, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen, sind damit in wenigen Jahren schon fast zum Standard in Neuwagen geworden. "Fahrerassistenzsysteme werden bald so selbstverständlich zur Ausstattung von Autos gehören wie Radio und ESP", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Interessant dabei: Den größten Zuwachs verzeichnen aktuell Spurassistenzsysteme. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2016 in doppelt so vielen Neuwagen an Bord. Interessant auch die Entwicklung des Abstandstempomaten ACC: 2013 gerade in vier Prozent der neuzugelassenen Autos in Deutschland enthalten, steckt die Funktion 2016 bereits in fast jedem fünften Neuwagen (19 Prozent).

Das Autofahren sicherer machen

Fahrerassistenzsysteme unterstützen Autofahrer in unübersichtlichen oder kritischen Verkehrssituationen - ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit auf der Straße. So könnten bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden allein in Deutschland vermieden werden, wenn alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord hätten. Die technische Entwicklung geht derweil immer weiter in Richtung des automatisierten Fahrens. Die Auswertung zeigt, dass mit dem Stauassistenten inzwischen auch die erste teilautomatisierte Funktion am Markt angekommen ist. Im Stau folgt das Auto damit automatisch dem Vordermann, übernimmt das Anfahren und Beschleunigen ebenso wie das Bremsen und Lenken innerhalb der eigenen Fahrspur. Von den in Deutschland mit ACC ausgestatteten Neuwagen hat fast die Hälfte auch die Funktion des Stauassistenten an Bord. Das sind neun Prozent aller neu zugelassenen Pkw.

Samstag, 24. September 2022

Blitzeis: Tödliche Gefahr aus dem Nichts

Was Autofahrer über das riskante Phänomen wissen sollten
Waldstrecken und Brücken zählen zu
den gefährlichsten Stellen für Blitzeis.
Foto: dtd/thx
(dtd). Es kommt aus dem Nichts - und kann lebensgefährlich sein: Blitzeis auf der Straße lässt Autofahrer bisweilen fast keine Chance mehr, einen Unfall zu vermeiden. Also sollte man sich wappnen. Wer weiß, wie und wo das gefährliche Phänomen auftauchen kann und wie man richtig damit umgeht, kann im Extremfall besser vorbereitet reagieren. Die wichtigsten Fakten zum Thema Blitzeis.

Es wird spiegelglatt - und zwar innerhalb von Sekunden und an Stellen, an denen es überhaupt nicht erwartet wird. Wenn Blitzeis zuschlägt, kommt der gefährliche Moment wie aus dem Nichts. Plötzlich und unberechenbar und selbst bei Temperaturen über null Grad. War es zuvor über längere Zeit kalt, befindet sich die Bodentemperatur in solchen Fällen trotz wärmerer Umgebung unter oder um den Nullpunkt. Trifft Regen auf die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalte Unterfläche, gefriert er sofort. Zudem kann Blitzeis auch durch überfrierenden Nebel gebildet werden.

Wer sich dessen bewusst ist, nimmt in den entsprechenden Situationen schon vorsorglich den Fuß vom Gas - eine gute Maßnahme. Auch beim Durchqueren von Waldstücken besteht diese Gefahr. Oder beim Überqueren von Brücken, da diese oft höher liegen und dadurch mehr Wind ausgesetzt sind. Ebenfalls eine wichtige Hilfe: Immer den Verkehrsfunk anstellen. Eventuell wird dort vor dem Auftreten von Blitzeis in bestimmten Regionen vorgewarnt.

Kommt es dennoch zu Blitzeis-Kontakt, helfen die klassischen Hilfsmittel wie ABS oder ESP nicht mehr viel und kommen an ihre Grenzen. Das Wichtigste, was man tun sollte, ist: Ruhe zu bewahren. Kommt man selbst oder der Vordermann ins Schlingern, sofort den Fuß vom Gas nehmen und Lenkbewegungen vermeiden. Am allersichersten ist es jedoch, das Fahrzeug einfach zuhause stehen zu lassen oder auf einem Parkplatz zu warten, bis Räumdienste kommen, um mit Salz oder Kies die Situation zu entschärfen.

Freitag, 26. August 2022

Behutsame Gemüter kommen sicherer an

Die wichtigsten Regeln für Beschleunigung und Lenkung auf Schnee
Geschlossene Schneedecken sind auch zu bewältigen
- sofern man ein paar Dinge beachtet.
Foto: dtd/thx
(dmd). Auf der Piste sorgt er für Spaß, auf der Straße für hohe Gefahr. Dichter Schnee erfordert hohe Fahrtkünste. Wer sie beherrscht, kommt besser an. Mit diesen Tipps sind Sie auf jeden Fall auch bei geschlossener Schneedecke sicherer unterwegs.

Die Zahlen sprechen Bände. Die weiße Decke auf dem Asphalt fordert jährlich unzählige Opfer. 2016 wurden laut Statista in Deutschland 5.073 Unfälle mit Personenschäden registriert, die durch Schnee und Glatteis verursacht wurden. Gute Winterreifen vermindern die jahreszeitbedingte Gefahr natürlich enorm. Nichtsdestotrotz kommt es auch dann noch zu Situationen, in denen man als Fahrer wissen sollte, wie man am besten reagiert.

Das geht schon beim Losfahren auf weißer Schneedecke los. Ist das Auto vom Schnee befreit und die Sicht nach allen Seiten völlig frei, gehört statt dem ersten in diesem Fall der zweite Gang zum Start eingelegt. Dann heißt es: Mit viel Gefühl im Gasfuß langsam starten, um danach so schnell wie möglich in die höheren Gänge zu wechseln.

Der Grund: Wer mit höheren Gängen fährt, ist mit niedrigeren Motordrehzahlen unterwegs. Diese wiederum verhindern, dass die Reifen auf der glatten Oberfläche zu schnell durchdrehen. Sprich: Die Traktion wird erhöht. Das Auto rutscht weniger schnell aus. Bei Automatikschaltungen nicht vergessen, das "Winterprogramm" einzustellen. Dies sorgt auf dieselbe Art für eine sicherere Fahrt. Zudem sollte man auf glattem Untergrund mit Automatikfahrzeugen keinen Kick-Down durchführen.

So sanft wie mit dem Gaspedal gehört auch das Lenkrad bedient. Ruckartige Bewegungen sind tabu. Wer noch sicherer unterwegs sein will, sollte laut dem ADAC zudem versuchen, die Lenkbewegungen vom Gasgeben zu trennen, also in Kurven möglichst nicht zu beschleunigen.

Freitag, 15. Juli 2022

Durchblick hinterm Steuer

Das können Autofahrer gegen beschlagene Scheiben unternehmen

Die kalte Jahreszeit und ihre lästigen Auswirkungen:
Das Eiskratzen am frühen Morgen gehört dazu. Gut,
wenn man dann nicht noch mit von innen
beschlagenen Scheiben im Auto zu kämpfen hat.
Foto: djd/ThoMar/PantherMedia/Viktor Cap
(djd). Der Winter hält für Autofahrer so manche unliebsame Überraschung bereit. Nebel, Nässe und Straßenglätte fordern die volle Konzentration. Nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich ist es, wenn in derartigen Situationen die Sicht durch eine beschlagene Windschutzscheibe getrübt wird. Schnell kann der Autofahrer in dieser Lage andere Verkehrsteilnehmer übersehen. "Wer lediglich mit einem Guckloch in der Frontscheibe unterwegs ist und einen Unfall verursacht, muss mit gravierenden Konsequenzen rechnen", warnt Martin Blömer von der Ratgeberzentrale. Freie Scheiben sollten daher bei jedem Wetter eine Selbstverständlichkeit sein.

Für trockene Luft im Auto sorgen

Allerdings können beschlagene Scheiben die Nerven auf die Probe stellen - vor allem wenn man es am frühen Morgen eilig hat. Viele Autofahrer kennen die Situation: Gerade erst haben sie die Scheiben außen vom Eis befreit, betätigen die Zündung, um loszufahren - und sehen im nächsten Augenblick so gut wie nichts mehr. Verantwortlich dafür ist die Feuchtigkeit, die sich in der Luft im Fahrzeuginneren befindet. Sie beschlägt an der Innenseite der Scheiben, sobald die Lüftung anspringt. Das Abwischen per Hand ist nicht nur lästig, oft bleiben zudem Schlieren zurück, die wiederum bei direktem Sonnenschein die Sicht beeinträchtigen können. Praktischer ist es, mit Auto-Entfeuchterkissen wie Air Dry vom Hersteller ThoMar für trockene Luft zu sorgen, sodass Scheiben gar nicht erst beschlagen können. Gut zu wissen: Die Variante "Classic" des Entfeuchters wurde von der Zeitschrift "Heimwerker Praxis" zum Produkt des Jahres 2017 gekürt und erhielt die Note 1,4 im Test.

Mehrfach zu verwenden

Das Kissen verbleibt einfach permanent im Auto, ob im Ablagefach der Fahrertür oder auf dem Armaturenbrett. Das enthaltene Spezialgranulat nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und sorgt so für eine freie Sicht vom Start weg. Durch die Vliesoberseite gelangt das Wasser ins Granulat, die Unterseite ist mit einer Folie bezogen, damit keine Feuchtigkeit nach unten austreten kann. Unter www.autoentfeuchter.de gibt es mehr Informationen und Bezugsquellen. Das Hilfsmittel ist nicht nur praktisch, sondern auch unter Umweltaspekten zu empfehlen, denn die Kissen sind mehrfach wiederverwendbar. Rund 800 Milliliter Flüssigkeit kann der Entfeuchter speichern, bevor er auf der heimischen Heizung trocknen und somit regenerieren sollte. Danach kann das Kissen direkt wieder zum Einsatz kommen.

Mittwoch, 22. Juni 2022

TÜV-Prüfung: So erspart man sich unnötigen Ärger

Wichtige Dinge lassen sich vorab selbst checken
Wer sich gut vorbereitet, kommt
besser durch den TÜV.
Foto: dmd/thx
(dmd). Bei einem Neuwagen hat man zunächst drei Jahre lang Ruhe - danach muss man alle zwei Jahre ran: Die TÜV-Prüfung ist ein immer wiederkehrendes Damoklesschwert und je älter das Auto ist, desto spannender wird sie. Hier ein paar Tipps, um den unangenehmen Auftritt so gut wie möglich zu überstehen.

Oben auf der grünen Plakette auf dem Kennzeichen stehen sie: Die zwei Nummern, die einen Termin bestimmen, vor dem sich viele Autobesitzer scheuen. Die nach oben gerichtete Zahl bestimmt den Monat, in der Mitte steht das Jahr. Alternativ dazu hilft natürlich auch immer ein Blick in den Fahrzeugschein. Dort ist das nächstfolgende TÜV-Datum ebenfalls vermeldet.

Rückt der Termin dann näher, steigt bei so manchem Besitzer die Nervosität. Ist man gut vorbereitet, muss man sich jedoch weniger Sorgen machen. Und ein paar Dinge kann jeder schon mal selbst prüfen, bevor man vor den strengen "Richter" tritt. Denn vieles kann man selbst reparieren - um dann besser gewappnet beim TÜV vorzufahren.

Das fängt schon bei ganz einfachen Sachen an. Gibt es größere Risse in der Windschutzscheibe? Ist das Kennzeichen noch gut reflektierend und erkennbar? Sind alle Spiegel intakt und benutzbar? Dasselbe gilt natürlich auch für die komplette Lichtanlage: Frontscheinwerfer, Heckleuchten, Nebellicht, Bremslicht, Blinker etc. Und die Reifen sollten natürlich auf die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter überprüft werden.

Im Inneren des Autos müssen nach dem Start ebenfalls alle Lichter auf dem Display funktionieren - außer natürlich einem Warnlicht. Leuchtet ein solches Licht auf, sollte man schnell in die Werkstatt fahren, bevor man zum TÜV muss. Wenn die Scheibenwischer und die Hupe funktionieren, geht es weiter mit den Gurten. Sie erfüllen eine lebenswichtige Aufgabe. Daher sollten sie keine Verschleißerscheinungen, Risse oder andere Schäden aufweisen.

Wer dann noch das Haltbarkeitsdatum des Erste-Hilfe-Kastens prüft und checkt, ob sich Warnwesten und das Warndreieck im Auto befinden, kann etwas ruhiger zum Prüfstand fahren. Ist alles okay, stehen zwei weitere Jahre Ruhe an, bevor der TÜV-Prüfstand wieder ruft.