Freitag, 15. Juli 2022

Durchblick hinterm Steuer

Das können Autofahrer gegen beschlagene Scheiben unternehmen

Die kalte Jahreszeit und ihre lästigen Auswirkungen:
Das Eiskratzen am frühen Morgen gehört dazu. Gut,
wenn man dann nicht noch mit von innen
beschlagenen Scheiben im Auto zu kämpfen hat.
Foto: djd/ThoMar/PantherMedia/Viktor Cap
(djd). Der Winter hält für Autofahrer so manche unliebsame Überraschung bereit. Nebel, Nässe und Straßenglätte fordern die volle Konzentration. Nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich ist es, wenn in derartigen Situationen die Sicht durch eine beschlagene Windschutzscheibe getrübt wird. Schnell kann der Autofahrer in dieser Lage andere Verkehrsteilnehmer übersehen. "Wer lediglich mit einem Guckloch in der Frontscheibe unterwegs ist und einen Unfall verursacht, muss mit gravierenden Konsequenzen rechnen", warnt Martin Blömer von der Ratgeberzentrale. Freie Scheiben sollten daher bei jedem Wetter eine Selbstverständlichkeit sein.

Für trockene Luft im Auto sorgen

Allerdings können beschlagene Scheiben die Nerven auf die Probe stellen - vor allem wenn man es am frühen Morgen eilig hat. Viele Autofahrer kennen die Situation: Gerade erst haben sie die Scheiben außen vom Eis befreit, betätigen die Zündung, um loszufahren - und sehen im nächsten Augenblick so gut wie nichts mehr. Verantwortlich dafür ist die Feuchtigkeit, die sich in der Luft im Fahrzeuginneren befindet. Sie beschlägt an der Innenseite der Scheiben, sobald die Lüftung anspringt. Das Abwischen per Hand ist nicht nur lästig, oft bleiben zudem Schlieren zurück, die wiederum bei direktem Sonnenschein die Sicht beeinträchtigen können. Praktischer ist es, mit Auto-Entfeuchterkissen wie Air Dry vom Hersteller ThoMar für trockene Luft zu sorgen, sodass Scheiben gar nicht erst beschlagen können. Gut zu wissen: Die Variante "Classic" des Entfeuchters wurde von der Zeitschrift "Heimwerker Praxis" zum Produkt des Jahres 2017 gekürt und erhielt die Note 1,4 im Test.

Mehrfach zu verwenden

Das Kissen verbleibt einfach permanent im Auto, ob im Ablagefach der Fahrertür oder auf dem Armaturenbrett. Das enthaltene Spezialgranulat nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und sorgt so für eine freie Sicht vom Start weg. Durch die Vliesoberseite gelangt das Wasser ins Granulat, die Unterseite ist mit einer Folie bezogen, damit keine Feuchtigkeit nach unten austreten kann. Unter www.autoentfeuchter.de gibt es mehr Informationen und Bezugsquellen. Das Hilfsmittel ist nicht nur praktisch, sondern auch unter Umweltaspekten zu empfehlen, denn die Kissen sind mehrfach wiederverwendbar. Rund 800 Milliliter Flüssigkeit kann der Entfeuchter speichern, bevor er auf der heimischen Heizung trocknen und somit regenerieren sollte. Danach kann das Kissen direkt wieder zum Einsatz kommen.

Mittwoch, 22. Juni 2022

TÜV-Prüfung: So erspart man sich unnötigen Ärger

Wichtige Dinge lassen sich vorab selbst checken
Wer sich gut vorbereitet, kommt
besser durch den TÜV.
Foto: dmd/thx
(dmd). Bei einem Neuwagen hat man zunächst drei Jahre lang Ruhe - danach muss man alle zwei Jahre ran: Die TÜV-Prüfung ist ein immer wiederkehrendes Damoklesschwert und je älter das Auto ist, desto spannender wird sie. Hier ein paar Tipps, um den unangenehmen Auftritt so gut wie möglich zu überstehen.

Oben auf der grünen Plakette auf dem Kennzeichen stehen sie: Die zwei Nummern, die einen Termin bestimmen, vor dem sich viele Autobesitzer scheuen. Die nach oben gerichtete Zahl bestimmt den Monat, in der Mitte steht das Jahr. Alternativ dazu hilft natürlich auch immer ein Blick in den Fahrzeugschein. Dort ist das nächstfolgende TÜV-Datum ebenfalls vermeldet.

Rückt der Termin dann näher, steigt bei so manchem Besitzer die Nervosität. Ist man gut vorbereitet, muss man sich jedoch weniger Sorgen machen. Und ein paar Dinge kann jeder schon mal selbst prüfen, bevor man vor den strengen "Richter" tritt. Denn vieles kann man selbst reparieren - um dann besser gewappnet beim TÜV vorzufahren.

Das fängt schon bei ganz einfachen Sachen an. Gibt es größere Risse in der Windschutzscheibe? Ist das Kennzeichen noch gut reflektierend und erkennbar? Sind alle Spiegel intakt und benutzbar? Dasselbe gilt natürlich auch für die komplette Lichtanlage: Frontscheinwerfer, Heckleuchten, Nebellicht, Bremslicht, Blinker etc. Und die Reifen sollten natürlich auf die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter überprüft werden.

Im Inneren des Autos müssen nach dem Start ebenfalls alle Lichter auf dem Display funktionieren - außer natürlich einem Warnlicht. Leuchtet ein solches Licht auf, sollte man schnell in die Werkstatt fahren, bevor man zum TÜV muss. Wenn die Scheibenwischer und die Hupe funktionieren, geht es weiter mit den Gurten. Sie erfüllen eine lebenswichtige Aufgabe. Daher sollten sie keine Verschleißerscheinungen, Risse oder andere Schäden aufweisen.

Wer dann noch das Haltbarkeitsdatum des Erste-Hilfe-Kastens prüft und checkt, ob sich Warnwesten und das Warndreieck im Auto befinden, kann etwas ruhiger zum Prüfstand fahren. Ist alles okay, stehen zwei weitere Jahre Ruhe an, bevor der TÜV-Prüfstand wieder ruft.

Donnerstag, 12. Mai 2022

Richtig überbrücken: So funktioniert es

Der korrekte Einsatz von Starthilfekabel
Wer beim Überbrücken Fehler macht, riskiert
langfristige Schäden an der Batterie.
Foto: dtd/thx
(dtd). Nichts geht mehr. Die meisten Autofahrer haben es schon mindestens einmal mitgemacht: Die Batterie ist leer und der Motor bleibt stumm. Starthilfekabel helfen da aus der Not. Allerdings nur, wenn man auch weiß, wie man sie richtig anwendet. Ein paar wichtige Dinge sollte man dabei auf jeden Fall beachten.

Es passiert nicht mehr so oft wie früher, aber doch immer wieder: Die Autobatterie ist leer und das Auto steht still. Solange der Akku allerdings "nur" leer und noch nicht völlig kaputt ist, bringt man ihn mit einem Starthilfekabel wieder in Gang. Daher sollte jeder für den Fall der Fälle die Helfer am besten griffbereit im Kofferraum parat haben - und wissen, wie man sie korrekt anwendet.

Schritt eins lautet hierbei: einen Helfer zu finden, der sein eigenes, funktionsfähiges Auto zum Überbrücken bereitstellt. Bleibt genug Raum für das Hilfsauto um zu rangieren, heißt es dann: Nachschauen, auf welcher Seite in den Autos die Batterie sich befindet und die Fahrzeuge so nah wie möglich aneinander platzieren - und den Motor ausschalten.

Bevor man überhaupt loslegt, empfiehlt es sich, einen Blick in die Betriebsanleitung der Fahrzeuge bezüglich der elektrischen Geräte im stillliegenden Auto zu werfen. Dort stehen wichtige Hinweise, die man bei diesem Vorgang beachten sollte. Zuerst wird normalerweise die rote Klemme des Startkabels mit dem Pluspol der Spenderbatterie verbunden. Danach befestigt man das andere Ende desselben Kabels mit dem Pluspol des stillliegenden Autos. Dann ist das schwarze Kabel an der Reihe: erst an den Minuspol des fahrtüchtigen Fahrzeugs, danach an einem Metallteil des liegenden Autos anschließen. Wichtig ist, sich auf diese Reihenfolge zu konzentrieren, ansonsten riskiert man Schäden.

Sind alle Kabel am richtigen Platz, zündet man zunächst das Auto mit der Spenderbatterie, dann das andere. Jetzt ist der größte Teil der Arbeit erledigt. Das Hilfsauto kann wieder ausgeschaltet werden. Das Auto mit der leeren Batterie muss unbedingt weiterlaufen. In umgekehrter Reihenfolge werden die Kabel dann abgeklemmt: also erst das schwarze, dann das rote Kabel. Wer anschließend eine weite, also einige Kilometer lange Strecke zurücklegt und dabei nach Möglichkeit die elektrischen Geräte ausgeschaltet lässt, hat danach wieder ein normal funktionierendes Fahrzeug.

Montag, 18. April 2022

Politur-Ratgeber: In Kreisbewegungen zum Hochglanz

Wie man den Lack wie ein Experte zum Strahlen bringt und schützt
Systematisch sollte man sich vom Dach
nach unten durch arbeiten.
Foto: dmd/thx
(dmd). Wer sein Auto liebt, poliert. Und das sind die meisten. Erstrahlt das Gefährt im hellen Glanze freut sich das Herz des Besitzers. Aber auch hier gilt: Nur wer es richtig anpackt, schafft es auch, die Oberfläche wirklich auf Hochglanz zu striegeln. Doch mit etwas Geduld und diesen Tipps hüllt jeder sein Auto mit Hochglanz - und schützt den Lack professionell.

Wirkliche Politur-Profis achten schon bevor sie den ersten Lappen über den Lack ziehen darauf, wo das Auto steht. Denn: Findet die Aktion in der prallen Sonne statt, wird es schon schwieriger. Fast alle Politurmittel trocknen dann viel zu schnell und "verzieren" den Lack eher mit weißen Schmierstreifen als mit edlem Glanz.

Vogelkot sollte natürlich immer so schnell wie möglich entfernt werden, um tiefere Schäden auf dem Lack zu vermeiden. Ist dies nicht geschehen, muss er spätestens vor der großen Politur-Aktion weg. Mit einem guten Schuss Wasser muss er erst aufgeweicht werden. Nach etwas warten wird mit sehr viel Wasser nachgespült. Und zwar so lange, bis wirklich alles verschwunden ist - und nicht kleinere Teile davon irgendwo anders hängen geblieben sind.

Los geht es mit dem Dach und von da aus sollte man sich systematisch nach unten durch arbeiten. Die Autopolitur wird auf einem ca. faustgroßen Stück Polierwatte gebracht und mit kreisenden Bewegungen über der Oberfläche verteilt. Die Politur sollte kurz antrocknen. In dieser Zeit lässt sich schon das nächste Teil mit ihr versehen. Ist sie nach ein paar Minuten trocken genug, entfernt man die Überreste mit einem neuen Stück Polierwatte.

Kunststoffteile sollten mit einem speziellen Reiniger aus dem Autozubehörgeschäft oder Baumarkt behandelt werden. Auch für kleine matte Stellen, die bei der normalen Politur nicht verschwinden, gibt es spezielle Schleifpasten, die helfen. Nicht vergessen werden sollten die Chromteile sowie die Zierleisten und Radflaufeinfassungen. Letztere sind meistens schwarz und vergrauen mit der Zeit, wenn man sie nicht regelmäßig pflegt. Und erhalten zudem den optimalen Schutz bei allen Wetterverhältnissen, die auch der Rest der Karosserie durch eine gute Politur erlangt.

Sonntag, 27. März 2022

Steinschlag auf der Frontscheibe - was nun?

Was Autofahrer im Schadensfall beachten müssen
Steinschlag: In vielen Fällen können Fachbetriebe
die Windschutzscheibe professionell reparieren.
Foto: djd/www.DEVK.de/Carglass
(djd). Ob durch einen vorausfahrenden Lkw oder kleine Steinchen, die auf der Straße liegen und von anderen Fahrzeugen hochgeschleudert werden- ein Steinschlag in der Frontscheibe ist schnell passiert. Was nun: reparieren oder austauschen? Und wer übernimmt eigentlich die Kosten?

Bei der Kostenübernahme auf Nummer sicher gehen

Glasschäden sind immer ein Fall für die Kfz-Kaskoversicherung. Doch Vorsicht, immer wieder werden Verbraucher vor Supermärkten von sogenannten Parkplatzglasern angesprochen. "Auf so ein Angebot sollte man sich nicht einlassen", rät Peter Boecker, Leiter Kraftfahrtschaden der DEVK Versicherungen. Zwar trage die Versicherung die Kosten für die Steinschlagreparatur, möglicherweise aber nur bei einer von ihr empfohlenen Partnerwerkstatt. Bevor Autobesitzer eine Reparatur in Auftrag geben, sollten sie sich im Zweifel mit ihrer Versicherung abstimmen. Für Kunden mit Kfz-Kaskoversicherung übernimmt der Kölner Anbieter die Reparatur der Windschutzscheibe ohne Selbstbeteiligung. Ist eine neue Scheibe nötig, zahlen die Kunden 75 Euro weniger Selbstbeteiligung, wenn sie zu einem Glaspartner wie Carglass gehen.

Reparieren oder austauschen?

Oft können Steinschlagschäden jedoch repariert werden. Über die DEVK lassen jährlich rund 26.000 Autobesitzer ihre Frontscheiben reparieren. Das ist in der Regel möglich, wenn sich der Steinschlag nicht im Sichtbereich des Fahrers befindet, nicht größer als ein Zwei-Euro-Stück ist und noch keinen Riss gebildet hat. Experten raten, Beschädigungen an der Windschutzscheibe zügig beheben zu lassen, da sie die Sicht behindern und sich schnell verschlimmern können. Als Soforthilfe kann man die Schadstelle mit einem speziellen Scheibenpflaster oder auch mit Tesafilm abkleben, damit bis zur Reparatur Feuchtigkeit und Dreck nicht in die feinen Ritzen gelangen.